Politik fördern Bauen mit Holz

NRW macht es vor: Mit Inkrafttreten der neuen Wohnraumförderung im Februar 2020 wird das Bauen mit Holz für private Bauherren in nicht unbeträchtlichem Maß gefördert. Das Land will damit Holz als klimafreundlichen Baustoff weiter nach vorn bringen. Dazu tragen auch die Erleichterungen in der Landesbauordnung bei, wie es sie auch in anderen Bundesländern gegeben hat.

Wir von Holzbau Rukwid freuen uns über diesen ersten Schritt! Die Politik erkennt immer mehr die Bedeutung von Holz für klimafreundliches und nachhaltiges Bauen und nimmt unsere Bauweise immer stärker in den Förderfokus. Die NRW-Förderung sollte auch für unser Bundesland Baden-Württemberg Vorbild sein. Zumal sich das zuständige Ministerium in NRW viele Gedanken gemacht hat. Es wurden zahlreiche erfolgreiche Projekte aus dem Holzbau in ganz Deutschland studiert und analysiert. Vom mehrgeschossigen Wohnungsbau bis zum klassischen Eigenheim aus Holz.

Ein deutliches Signal pro Holz

Die Höhe der Förderung in NRW hat Signalwirkung: Wer mit Holz baut und dabei die Wohneigentumsförderung nutzt, erhält nicht nur ein zinsgünstiges Zusatzdarlehen von bis zu 15.000 Euro, sondern auch einen Tilgungsnachlass von 50 Prozent. Das bedeutet: Bei voller Ausschöpfung des Zusatzdarlehens „Holz“, bekommen Bauherren 7.500 Euro vom Staat geschenkt. Die Darlehenshöhe richtet sich nach der verwendeten Holzmenge. Dazu ein Rechenbeispiel aus unserer Praxis: Für ein Haus in Holzrahmenbauweise benötigen wir durchschnittlich 30 Kubikmeter Fichtenholz. Das entspricht einem Gewicht von 14.400 Kilogramm. Pro Kilogramm werden 80 Cent als zinsgünstiges Darlehen gewährt. In unserem Beispiel legt die Summe für das Zusatzdarlehen bei 11.520 Euro (0,80€ x 14.400). Zurück gezahlt werden müssten davon aber nur 5.760 Euro. Die Mittel aus der Wohnraumförderung sollen mehr Menschen den Weg in die eigenen vier Wände ermöglichen. Sie stehen allen offen, die nicht über bestimmten Einkommensgrenzen liegen.

Einen Überblick über die Förderung in den Bundesländern finden Sie hier:

Häuser, die lange leben

Ein Haus zu bauen, ist eine Investition in die Zukunft. Das Wohlfühlen beginnt schon mit dem Einzug und wird schnell zur Selbstverständlichkeit, auf die kein Hausbesitzer mehr verzichten will. Auch mit Blick auf den Werterhalt fragen sich da viele: Wie lange kann ich mein Haus eigentlich nutzen?

Während Häuser in Mauerwerksbauweise ihre Gesamtnutzungsdauer in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert haben, hat sich die Zeitspanne für Gebäude aus Holz seit den 1990-er Jahren deutlich verlängert. Ein Einfamilienhaus hat heute eine „Lebenserwartung“ von 80-100 Jahren – bei entsprechender Pflege auch weit über 100 Jahre hinaus.

Die Langlebigkeit von Holzhäusern verwundert nicht. Schließlich prägen historische Fachwerkhäuser das romantische Bild vieler Altstädte. Die ältesten Gebäude mit dieser traditionellen Holzständerbauweise sind in Deutschland über 750 Jahre alt. 

 

850 Jahre altes Holzhaus

Noch ältere Holzhäuser findet man in der Schweiz und in Norwegen. Erst vor sechs Jahren entdeckten Wissenschaftler das tatsächliche Alter eines Gebäudes im Freilichtmuseum von Eidsborg in Norwegen. Es wird auf das Jahr 1170 datiert und ist damit noch älter als das bisher älteste Haus (Haus „Nideröst“ aus dem Jahr 1176) in der Schweiz.

Norwegen ist auch die Heimat der historischen Stabkirchen. Sie nutzen senkrecht stehende Masten aus Holz, um die Dachkonstruktion zu tragen. Die ältesten stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert – und natürlich stehen sie bis heute. Den Baumeistern dieser Zeit zollen wir als Zimmerer unseren Respekt.

 

Moderne Langlebigkeit

Holz war einer der frühesten Baustoffe für Häuser. Und weil sich mit ihm moderne Ansprüche an Gestaltung und Nachhaltigkeit besonders gut umsetzen lassen, ist er auch heute noch im Hausbau unverzichtbar. Dank unserer langjährigen Erfahrung (Holzbau Rukwid gibt es schon seit 2007) wissen wir Holz richtig einzusetzen, damit unsere Kunden jahrzehntelang Freude daran haben und weitergeben können.

 

 

Holz macht glücklich

 

Für uns von Holzbau Rukwid ist Holz der Baustoff, aus dem wir die Träume unserer Kunden Wirklichkeit werden lassen. Wir schaffen damit ihr Zuhause – mit einem Baustoff der wirklich glücklich macht. Manuel Rukwid erklärt, warum es für ihn nichts Besseres gibt als Holz:

 

Holzhäuser sind für Menschen, die nachhaltig und klimaschonend leben möchten, oft die erste Wahl, freut Sie das?

Rukwid: Ja, natürlich. Als Zimmerer erleben wir jeden Tag, dass Holz nicht ein, sondern der Baustoff für Häuser ist. Seine natürlichen Eigenschaften schaffen die ideale Grundlage, an die zum Beispiel die energiesparende Heiztechnik oder andere ökologische Baustoffe andocken.

 

Was fasziniert Sie persönlich so am Holz?

Rukwid: Es ist ein Baustoff der lebt und der einzigartig ist. Es macht einfach Freude, Holz zu bearbeiten. Am Anfang ist der Baum. Er hat Jahre lang im Wald gestanden, hat Sauerstoff produziert und CO2 aus der Luft gebunden. Jeder Baumstamm erzählt mit den Jahresringen seine ganz eigene Geschichte. Das spüren wir auch noch beim Konstruktionsholz, mit dem wir arbeiten. Holz ist eben das Beste, was der Wald zu bieten hat. 

 

Wie ist es mit der Verarbeitung?

Rukwid: Holz zu schneiden und zu Wänden oder Decken zu verarbeiten, ist auch ein sinnliches Erlebnis. Uns, die wir täglich in der Fertigung sind, ist es zwar kaum noch bewusst, aber der süßliche, angenehme Geruch von Holz ist die ganze Zeit in der Luft. 

 

Viele historische Häuser wurden mit Holz gebaut. Man denke nur an Fachwerkhäuser. Warum ist der traditionelle Baustoff Holz für Sie gleichzeitig ein moderner?

Rukwid: Auch wenn wir im Holzbau zusätzliche Dämmstoffe verwenden – bei Zellulose ist die Grundlage übrigens ebenfalls Holz -, wirkt Holz schon durch seine natürlichen Eigenschaften isolierend. Die natürliche Zellstruktur mit über 600 kleinsten Kapillargefäßen auf einem Millimeter speichert die Wärme, hält die Restfeuchtigkeit konstant und gleicht Temperaturschwankungen aus. Ideale Voraussetzungen, um mit wenig Heizenergie ein angenehmes Wohnklima zu schaffen. Legen Sie mal Ihre Hand auf ein Stück Holz. Es hat immer eine gewisse Wärme.

 

Und aus handwerklicher Sicht?

Rukwid: Holz ist fest, stabil und gleichzeitig biegsam. Wir können damit sehr viele Formen möglich machen. Außerdem hält Holz Zug wie Druck gut aus. Dank seiner hervorragenden statischen Eigenschaften können wir großzügige Raumkonzepte genauso umsetzen, wie die Raumaufteilung nachträglich verändern. Innenwände lassen sich leicht versetzen, weil die Statik von nur wenigen Wänden getragen wird. 

 

Zimmerer ist ein Beruf mit Tradition. Was sollte jemand mitbringen, der mit Holz arbeiten möchte?

Rukwid: Der Beruf des Zimmerers braucht Menschen, die Freude haben, mit ihren Händen etwas zu schaffen, die mit natürlichen Werkstoffen arbeiten möchten und im Team zusammenarbeiten können. Das Fachliche lernt man in der Ausbildung. 

 

Lust auf Holz? 

 

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